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Grundstufe: Potentialentfaltung & Kreativtraining

Die Grundstufe besteht aus 2 Modulen:

Modul 1 „Potentialentfaltung“: (1 Jahr/2 Semester) 

Hier müssen Sie Seminare im Ausmaß von 12 Punkten absolvieren – davon 2 Pflichtseminare, die in der Terminliste ausgewiesen sind. Die restlichen Seminare im Ausmaß von 10 Punkten können individuell zusammengestellt werden. (Ein 2-tägiges Seminar = 1 Punkt, eine Blockwoche = 4 Punkte.)

Falls Sie an einem Seminar nicht teilnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, dieses zu einem anderen Zeitpunkt an unseren Standorten (Wien, Graz, Online) nachzuholen. Pro Seminarjahr können Sie bis zu zwei Seminare kostenfrei umbuchen. 

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Zertifikat: „Potentialentfalter*in – MGT-Institut“

Modul 2 „Kreativtraining“: (1 Jahre/2 Semester)

Dieses Modul baut auf Modul 1 auf. Es hat denselben Umfang und Bedingungen wie Modul 1. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Zertifikat: „Kreativtrainer*in – MGT-Institut“

"Kreativtraining ermöglicht einen schöpferischen Umgang mit sich selbst und dem sozialen Umfeld."

Beschreibung Modul 1 „Potentialentfaltung“:

Diese einjährige Fortbildung in Potentialentfaltung umfasst 120 Stunden und gliedert sich in 12 Seminareinheiten. Sie basiert auf den bewährten Methoden der Mal- und Gestaltungstherapie sowie des Kreativtrainings, wird jedoch in einer bewusst kompakteren und fokussierten Form vermittelt.
Im Zentrum steht die Entwicklung kurzer, wirkungsvoller Kreativimpulse, die flexibel im Einzel- oder Gruppensetting eingesetzt werden können – etwa in zweitägigen Gruppenformaten oder in kompakten Einzeleinheiten von bis zu fünf Stunden. Ziel ist es, kreative Prozesse gezielt anzustoßen, ohne in tiefgehende Trainingsprozesse oder längerfristige therapeutische Settings einzutreten.
Damit grenzt sich die Fortbildung klar von umfassenderen Weiterbildungen im Bereich Kreativtraining und Mal- und Gestaltungstherapie ab: Sie bietet eine praxisnahe, sofort anwendbare Methodensammlung für die Aktivierung von Ressourcen, Ausdruck und Entwicklungspotentialen.

Inhalte sind u.a.

·      Grundlagen der Bild- und Symbolarbeit
·      Einführung in die Resonanzbildmethode
·      Einstiegsmethoden
·      Visionsarbeit
·      Imagination- und Fantasiereisen
·      Arbeit mit Flashcards
·      Figuren- und Maskenbau
·      Rituale und Übergänge
·      Arbeit mit Naturmaterialien
·      Schreibwerkstatt
·      Grenzen und Brücken - Die Kunst der Verbindung
·      Zufallstechniken

Die Einsatzfelder sind vielfältig und reichen von pädagogischen Kontexten über den sozialen Bereich bis hin zu Organisationen, insbesondere in der Teamentwicklung und im Teambuilding.

Beschreibung Modul 2 „Kreativtraining“:

Das einjährige Modul Kreativtraining baut auf der Fortbildung in Potentialentfaltung auf und vertieft die dort erworbenen Kompetenzen in Richtung eines prozessorientierten, erfahrungsbasierten Arbeitens mit Kreativität. Während die Potentialentfaltung auf kurze, gezielte Impulse ausgerichtet ist, eröffnet das Kreativtraining längere Trainingseinheiten, in denen kreative Prozesse über einen erweiterten Zeitraum begleitet, differenziert wahrgenommen und bewusst gestaltet werden können.

Im Zentrum steht die Förderung von Kreativität im Sinne der analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung. Kreativität wird hier nicht primär als Technik oder Methode verstanden, sondern als Ausdruck eines inneren psychischen Prozesses, in dem unbewusste Inhalte, archetypische Bilder und persönliche Entwicklungspotenziale in Erscheinung treten. Kreativitätsförderung bedeutet in diesem Kontext, Räume zu schaffen, in denen sich innere Bilder, Visionen und symbolische Ausdrucksformen entfalten können – und in einen bewussten Dialog mit dem Ich treten.

Ein zentrales methodisches Element ist die aktive Imagination, ein von Jung entwickelter Zugang zur inneren Bilderwelt, der es ermöglicht, mit auftauchenden Symbolen und Gestalten in Beziehung zu treten. Ergänzt wird dies durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit verschiedenen kreativen Medien und Materialien, die nicht nur als Ausdrucksmittel, sondern als Resonanzräume psychischer Prozesse verstanden werden.

Typische Methoden und Zugänge im Kreativtraining sind:

·      Mandalamalen als Ausdruck innerer Ordnungs- und Zentrierungsprozesse
·      Vertiefte Materialarbeit (Farbe, Ton, Papier, Naturmaterialien etc.)
·      Aktive Imagination und bildnerische Dialogprozesse
·      Symbolarbeit
·      Experimentelle und intuitive Gestaltungsprozesse
·      Arbeit mit Übergängen, Wandlungsphasen und inneren Bildern

Das Kreativtraining schafft damit einen Rahmen, in dem kreative Prozesse nicht nur angestoßen, sondern erlebt, vertieft und reflektiert werden können.

Gleichzeitig erfolgt eine klare Abgrenzung zu angrenzenden Professionen:
Mal- und Gestaltungstherapie: zielt auf therapeutische Veränderungsprozesse und setzt eine entsprechende Ausbildung sowie ein klares Setting voraus. Das Kreativtraining bleibt im Bereich der Selbsterfahrung und Kreativitätsentwicklung, ohne therapeutischen Anspruch.

Psychosoziale Beratung (LSB): fokussiert auf lösungs- und beratungsorientierte Gesprächsprozesse. Das Kreativtraining arbeitet primär über bildnerische und imaginative Zugänge, nicht über Beratung im engeren Sinne.

Psychotherapie: befasst sich mit der Behandlung psychischer Störungen. Das Kreativtraining ist ausdrücklich keine heilkundliche Tätigkeit, sondern dient der Förderung von Ausdruck, Wahrnehmung und persönlicher Entwicklung im nicht-klinischen Kontext.

Das Modul richtet sich an Menschen, die Kreativität als tiefenpsychologischen Entwicklungsraum verstehen und diese Kompetenz in pädagogischen, sozialen oder organisationalen Kontexten vertieft einsetzen möchten – etwa in Gruppenprozessen, Workshops oder begleitenden Entwicklungsformaten.

Die Einsatzgebiete sind:

Im pädagogischen Bereich:
• Schule, Kindergarten, Jugendarbeit
• Im heilpädagogischen Bereich
• In der freien Erwachsenenbildung
• In Freizeitprojekten
• In der Elternarbeit
• Outdoor-Arbeit, Visionssuche, Freizeitpädagogik • Museumspädagogik
• Kulturarbeit in der Gemeinde
• Städtebau und Architekturplanung 

Im wirtschaftlichen Bereich:
• Firmenveranstaltungen, Ausstellungen
• Firmenkonzepte und Teambuilding
• Kulturelle Weiterbildungen, Kurse 

Im eigenen Atelier:
• Selbsterfahrungsseminare für gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene
• Atelier für Ausdrucksmalerei 

Nach der Grundstufe Kreativtraining haben Sie die Möglichkeit die einjährige Aufbaustufe Mal- und Gestaltungstherapie zu besuchen, mit dem Ziel diplomierte(r) Mal- und Gestaltungstherapeut*in zu werden.

Teilnahmevoraussetzung:

Die Bereitschaft und psychische Stabilität sich anhand von kreativen Medien in Selbsterfahrungsprozesse zu begeben.
Vollendung des 22. Lebensjahres.

Seminarumfang gesamte Grundstufe:

  • Gruppenselbsterfahrung (100 Stunden)
  • Methodik  (200 Stunden)

Externer Aufwand:

  • Peergruppe (100 Stunden)
  • Studioarbeit (300 Stunden)
  • Reflexionsprotokolle (100 Stunden)
  • Skripten- und Literaturstudium  

Dauer:

Grundstufe: 2 Jahre (4 Semester)

Modul 1: Potentialentfaltung (1 Jahr/2 Semester) / 12 Punkte
Zertifikat "Potentialentfalter*in
Modul 2: Kreativtraining (1 Jahr/2 Semester) / 12 Punkte
Zertifikat "Kreativtrainer*in

Nach erfolgreicher Absolvierung der Grundstufe kann die Aufbaustufe Mal-und Gestaltungstherapie besucht werden.